Ralf Hofmann, Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt, im Startbahn27 Podcaststudio bei der Aufnahme der Folge über Schweinfurt als Gründerregion.

Ralf Hofmann im Startbahn27 Podcast: Schweinfurt, Gründergeist und neidfreies Miteinander

Ralf Hofmann über Schweinfurt, Gründergeist und neidfreies Miteinander

Was braucht eine Region, damit Menschen Lust bekommen, eigene Ideen zu starten? Genau darüber sprechen wir in dieser Folge des Startbahn27 Podcasts mit Ralf Hofmann, Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt.

 

Kurz nach seinem Amtsantritt gibt Ralf Hofmann Einblicke in seine ersten Wochen im Rathaus, seinen Blick auf die Stadt Schweinfurt und die großen Zukunftsfragen der Region. Dabei geht es nicht nur um Politik oder Verwaltung, sondern vor allem um Wirtschaft, Unternehmertum, Gründungskultur und die Frage, wie Schweinfurt seine vorhandenen Stärken noch besser nutzen kann. Denn Schweinfurt hat viel zu bieten: Weltkonzerne, Hidden Champions, starken Mittelstand, zukunftsfähiges Handwerk, eine Hochschule, engagierte Gründerinnen und Gründer sowie ein Netzwerk, das an vielen Stellen bereits heute eng zusammenarbeitet. Gleichzeitig befindet sich die Region in einem tiefgreifenden Wandel. Genau deshalb ist für Ralf Hofmann klar: Schweinfurt braucht Mut, Zusammenarbeit und mehr Selbstbewusstsein.

 

Eine Aussage bleibt dabei besonders hängen:

 

„Wir haben ein relativ neidbefreites Netzwerk, wo ganz viele Menschen dem anderen auch Raum lassen.“

 

Dieser Gedanke zieht sich durch die gesamte Folge. Denn Zukunft entsteht nicht allein. Sie entsteht dort, wo Menschen sich gegenseitig unterstützen, Ideen möglich machen und gemeinsam Verantwortung für ihre Region übernehmen.

 

Warum Schweinfurt mehr Selbstbewusstsein braucht

 

Ein zentrales Thema der Folge ist der Wirtschaftsstandort Schweinfurt. Ralf Hofmann macht deutlich, dass sich die Stadt aus seiner Sicht häufig unter Wert verkauft. Viele Menschen verbinden Schweinfurt vor allem mit Industrie, Transformation und wirtschaftlichen Herausforderungen. Doch dieser Blick greift zu kurz. Schweinfurt ist seit vielen Jahren ein bedeutender Wirtschaftsstandort in Mainfranken. Die Region ist geprägt von großen Industrieunternehmen, international relevanten Arbeitgebern, innovativen Mittelständlern, starken Handwerksbetrieben und vielen Menschen, die Verantwortung übernehmen. Hinzu kommt eine hohe Arbeitsplatzdichte, die zeigt, wie wichtig Schweinfurt nicht nur für die Stadt selbst, sondern für die gesamte Region ist. In der Folge spricht Ralf Hofmann darüber, dass diese Stärke noch sichtbarer werden muss. Schweinfurt hat eine industrielle Geschichte, aber auch großes Zukunftspotenzial. Gerade deshalb geht es darum, vorhandene Kompetenzen nicht nur zu verwalten, sondern aktiv weiterzuentwickeln. Für Gründerinnen und Gründer ist das ein wichtiger Punkt. Wer in Schweinfurt gründet, startet nicht im luftleeren Raum. Es gibt Unternehmen, Netzwerke, Fachwissen, Hochschulstrukturen, Wirtschaftsförderung und Menschen, die bereit sind, neue Ideen zu unterstützen. Genau diese Verbindung aus industrieller Basis, Mittelstand, Handwerk und Gründergeist kann zu einem echten Standortvorteil werden.

 

Mut zum Gründen in einer Region im Wandel

 

Die Staffel 4 des Startbahn27 Podcasts steht unter dem Titel „Mut zum Gründen“. Auch in dieser Folge wird deutlich, dass Mut nicht nur eine persönliche Eigenschaft ist. Mut zum Gründen entsteht auch durch das Umfeld. Ralf Hofmann spricht darüber, warum es gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten nicht selbstverständlich ist, eine eigene Idee zu starten. Wer gründet, übernimmt Verantwortung. Für sich selbst, für die eigene Idee und möglicherweise später auch für Mitarbeitende. Gleichzeitig sind die Rahmenbedingungen nicht immer einfach. Märkte verändern sich, Technologien entwickeln sich rasant weiter und viele Branchen stehen vor großen Transformationsprozessen. Trotzdem sieht Ralf Hofmann genau darin auch Chancen. Denn Veränderung schafft Räume für neue Lösungen. Gerade dort, wo sich Wirtschaft, Technologie und Gesellschaft neu sortieren, entstehen Möglichkeiten für Gründerinnen und Gründer. Wichtig ist dabei, dass Menschen mit Ideen nicht allein bleiben. Sie brauchen Anlaufstellen, Sparringspartner, erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer, Netzwerke und eine Kultur, die neue Wege unterstützt. Genau hier sieht Ralf Hofmann eine Stärke von Schweinfurt und Mainfranken: kurze Wege, gute Kontakte und eine hohe Bereitschaft, zusammenzuarbeiten.

 

Warum Scheitern beim Gründen kein Versagen sein sollte

 

Ein besonders starker Teil der Podcastfolge ist Ralf Hofmanns Blick auf Fehlerkultur und Scheitern. In Deutschland wird Scheitern häufig noch immer negativ bewertet. Wer gründet und keinen Erfolg hat, wird schnell mit dem Begriff Versagen verbunden. Ralf Hofmann sieht das anders. Für ihn verdient bereits der Versuch Respekt. Wer den Mut hat, etwas aufzubauen, eigenverantwortlich zu handeln und eine Idee in die Umsetzung zu bringen, leistet einen wichtigen Beitrag. Auch dann, wenn am Ende nicht alles funktioniert. Diese Haltung ist entscheidend für eine lebendige Gründungskultur. Denn wer Angst vor Stigmatisierung hat, wird weniger ausprobieren. Wer aber weiß, dass ein gescheiterter Versuch auch ein Entwicklungsschritt sein kann, geht mutiger in die Umsetzung. Gerade für junge Gründerinnen und Gründer, Studierende, angehende Selbstständige oder Menschen mit einer ersten Geschäftsidee ist diese Botschaft wichtig. Gründen braucht nicht nur Kapital, Know-how und ein gutes Produkt. Gründen braucht auch ein Umfeld, das Mut anerkennt und nicht nur Erfolg belohnt.

 

Digitalisierung, KI und neue Chancen für Schweinfurt

 

Ein weiteres zentrales Thema der Folge ist die Zukunft von Schweinfurt im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Ralf Hofmann spricht offen darüber, dass der Stellenwert von KI noch größer werden muss – auch in Verwaltung, Prozessen und regionaler Entwicklung. Dabei geht es nicht nur um Technologie als Trend. Es geht um die Frage, wie Schweinfurt in Zukunft leistungsfähig, innovativ und attraktiv bleiben kann. Digitalisierung, KI-Anwendungen und Prozessoptimierung betreffen Unternehmen, Handwerk, Verwaltung, Startups und die gesamte Standortentwicklung. Besonders spannend ist in diesem Zusammenhang der Blick auf die geplante KI-Gigafactory, den AI-Nucleus und die Entwicklung rund um die Conn Barracks. Ralf Hofmann beschreibt, welches Potenzial darin für Schweinfurt und die Region liegen kann. Wenn es gelingt, rund um diese Zukunftsthemen ein starkes Cluster aufzubauen, könnten daraus neue Ansiedlungen, neue Geschäftsmodelle und neue Chancen für Gründerinnen und Gründer entstehen. Für die Startbahn27 Zielgruppe ist dieser Teil der Folge besonders relevant. Denn KI und Digitalisierung verändern nicht nur bestehende Unternehmen, sondern eröffnen auch völlig neue Möglichkeiten für Gründung und Innovation. Wer heute eine Idee entwickelt, sollte diese Zukunftsthemen mitdenken – gerade in einer Region, die sich aktiv weiterentwickeln möchte.

 

Warum Netzwerke für Gründerinnen und Gründer entscheidend sind

 

Ralf Hofmann macht in der Folge deutlich, dass gute Ideen Unterstützung brauchen. Nicht jede Gründerin und jeder Gründer kann von Beginn an alle Fragen selbst beantworten. Oft geht es darum, die richtigen Menschen zusammenzubringen: Wirtschaftsförderung, erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer, Hochschulen, Verwaltung, Kammern, Netzwerke und Initiativen wie Startbahn27. Genau darin liegt eine besondere Stärke der Region. Schweinfurt und Mainfranken sind überschaubar genug, damit Wege kurz bleiben, aber stark genug, um relevante Kompetenzen zu bündeln. Wer eine Idee hat, kann vergleichsweise schnell mit Menschen in Kontakt kommen, die weiterhelfen können. Dabei geht es nicht darum, dass ein Netzwerk die eigentliche Gründungsarbeit ersetzt. Produkt, Markt, Geschäftsmodell und Umsetzung müssen stimmen. Aber ein gutes Netzwerk kann Türen öffnen, Orientierung geben und Fehler vermeiden helfen. In der Folge wird deutlich: Eine starke Gründerregion entsteht nicht allein durch Gebäude, Förderprogramme oder einzelne Leuchtturmprojekte. Sie entsteht durch Menschen, die sich engagieren, Wissen teilen und anderen Raum geben.

 

Neidfreies Miteinander als Standortvorteil

 

Der vielleicht wichtigste Begriff der Folge ist das „neidfreie Miteinander“. Ralf Hofmann beschreibt damit eine Haltung, die er als besonderen Wert der Region sieht. Gemeint ist ein Netzwerk, in dem Menschen einander etwas gönnen, sich nicht gegenseitig blockieren und bereit sind, anderen Raum zu lassen. Für eine Gründerregion ist diese Haltung enorm wichtig. Denn Gründung lebt von Offenheit, Austausch und Vertrauen. Wenn Menschen ihre Kontakte teilen, Erfahrungen weitergeben und neue Ideen nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung sehen, entsteht ein Umfeld, in dem mehr möglich wird. Gerade für Schweinfurt kann dieses Miteinander ein entscheidender Standortfaktor sein. Die Region hat wirtschaftliche Stärke, technologische Kompetenz und viele engagierte Akteure. Wenn diese Kräfte zusammenkommen, entsteht daraus mehr als die Summe einzelner Initiativen. Das macht die Folge auch über Schweinfurt hinaus relevant. Denn viele Regionen stellen sich ähnliche Fragen: Wie schaffen wir mehr Gründergeist? Wie halten wir Talente vor Ort? Wie verbinden wir etablierte Unternehmen mit Startups? Wie gestalten wir wirtschaftlichen Wandel aktiv? Ralf Hofmanns Antwort darauf ist klar: durch Zusammenarbeit, Vertrauen und den Mut, gemeinsame Ziele zu verfolgen.

 

Darum geht es in der Folge mit Ralf Hofmann

 

In dieser Folge sprechen wir unter anderem darüber,

  • warum Schweinfurt als Wirtschaftsstandort mehr Selbstbewusstsein braucht
  • welche Rolle Weltkonzerne, Hidden Champions, Mittelstand, Handwerk und Startups für die Region spielen
  • warum Mut zum Gründen auch eine Frage des richtigen Umfelds ist
  • weshalb Scheitern beim Gründen nicht als Versagen gesehen werden sollte
  • welche Chancen Digitalisierung, KI und Innovationsprojekte für Schweinfurt eröffnen
  • wie Netzwerke Gründerinnen und Gründer konkret unterstützen können
  • und warum ein neidfreies Miteinander echte Gründerkraft entstehen lassen kann

 

Für wen ist die Folge besonders spannend?

 

Diese Folge ist besonders interessant für alle, die sich für Gründung, Unternehmertum, regionale Wirtschaft und die Zukunft von Schweinfurt interessieren. Gründerinnen und Gründer bekommen einen guten Einblick in die Frage, welche Rolle Netzwerke, Standortfaktoren und regionale Unterstützung spielen können. Auch für Unternehmerinnen und Unternehmer aus Mittelstand, Handwerk und Industrie ist die Episode spannend, weil sie zeigt, wie stark die Zukunft einer Region von Zusammenarbeit abhängt. Wer verstehen möchte, wie Schweinfurt seine wirtschaftlichen Stärken weiterentwickeln kann, findet in dieser Folge viele Impulse. Darüber hinaus richtet sich die Folge an Menschen aus Verwaltung, Politik, Hochschule, Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung. Denn sie macht deutlich, dass eine Gründerregion nicht von allein entsteht. Sie braucht gemeinsame Ziele, Mut zur Veränderung und Menschen, die Verantwortung übernehmen. Besonders relevant ist die Episode für alle aus Schweinfurt, Mainfranken und der Region, die wissen möchten, wie sich der Wirtschaftsstandort weiterentwickeln kann – und warum gerade jetzt ein guter Zeitpunkt ist, an neue Ideen, Innovation und Unternehmertum zu glauben.

 

Warum sich das Reinhören lohnt

 

Die Folge mit Ralf Hofmann ist ein Gespräch über Schweinfurt, aber auch über viel größere Fragen: Wie entsteht Zukunft in einer Region? Was macht einen Wirtschaftsstandort stark? Warum brauchen Gründerinnen und Gründer nicht nur Mut, sondern auch ein unterstützendes Umfeld? Und welche Rolle spielen KI, Digitalisierung und Netzwerke für die kommenden Jahre? Ralf Hofmann spricht dabei aus mehreren Perspektiven: als Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt, als Unternehmer und als jemand, der seit vielen Jahren in der Region engagiert ist. Genau dadurch entsteht ein differenzierter Blick auf Herausforderungen, Chancen und das Potenzial von Schweinfurt. Die Folge zeigt: Schweinfurt hat mehr zu bieten, als viele auf den ersten Blick sehen. Die Region hat wirtschaftliche Stärke, engagierte Menschen, Zukunftsprojekte und ein Netzwerk, das neue Ideen möglich machen kann. Entscheidend wird sein, diese Kräfte noch stärker zu bündeln.

 

Jetzt die Startbahn27 Podcast Folge #108 | S4 Mut zum Gründen – Neidbefreites Miteinander als Standortvorteil, das Raum für Neues schafft anhören und entdecken, warum Schweinfurt als Wirtschafts- und Gründerregion mehr Potenzial hat, als vielen bewusst ist.

 

 

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