
Folge #107 mit Annabel Schnupp
Annabel Schnupp, Wageshof und der Mut zum neuen Leben im Fokus
Wie schafft man es, einen sicheren Job hinter sich zu lassen und ein Leben aufzubauen, das wirklich zu den eigenen Vorstellungen passt?
Genau darüber sprechen wir in dieser Folge des Startbahn27 Podcasts mit Annabel Schnupp.
Annabel Schnupp hat elf Jahre lang in der Industrie gearbeitet. Ein sicherer Arbeitsplatz, geregeltes Einkommen, klare Strukturen – eigentlich vieles, was für Stabilität steht. Und trotzdem war da schon lange dieser Wunsch, etwas Eigenes zu machen, mehr Verantwortung für den eigenen Weg zu übernehmen und das Leben stärker nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Heute ist Annabel Heilpraktikerin, Landwirtin in Ausbildung, Betreiberin eines „Ponyhofs“ und Teil einer Seniorenwohngemeinschaft auf dem Wageshof, dem Familienbetrieb in der schönen Rhön. Ihre Geschichte zeigt eindrucksvoll, dass berufliche Veränderung nicht immer mit einem perfekten Plan beginnt, sondern oft mit einem inneren Gefühl: Da wartet noch mehr.
Wie Annabel Schnupp ihren Weg aus der Industrie gefunden hat
Im Mittelpunkt der Folge steht Annabels Weg vom sicheren Industriejob in die Selbstständigkeit. Nach ihrer Ausbildung zur Industriemechanikerin arbeitete sie viele Jahre in der Industrie. Die Rahmenbedingungen waren gut, doch innerlich war für sie früh klar, dass sie langfristig etwas anderes machen möchte. Annabel beschreibt sehr ehrlich, warum der Absprung aus einem sicheren Job so schwerfallen kann. Sicherheit, Einkommen und Gewohnheit sind starke Faktoren. Gleichzeitig wächst bei vielen Menschen irgendwann der Wunsch, nicht nur zu funktionieren, sondern den eigenen Weg aktiver zu gestalten. Genau hier setzt die Folge an: Es geht um berufliche Neuorientierung, Mut zum Gründen und die Frage, wann der richtige Moment kommt, um eine neue Richtung einzuschlagen. Annabels Antwort darauf ist klar: Der perfekte Moment kommt oft nicht. Irgendwann muss man anfangen, Schritte zu gehen.
Warum der Wageshof mehr ist als ein Familienbetrieb
Ein zentraler Teil von Annabels Geschichte ist der Wageshof in der Rhön. Der Familienbetrieb wurde für sie zu einem Ort, an dem verschiedene Lebensbereiche zusammenkommen: Landwirtschaft, Pferde, Gesundheit, Familie und soziales Miteinander. Aus dem Hof ist für Annabel nicht nur ein berufliches Projekt entstanden, sondern ein eigener Lebensentwurf. Sie verbindet dort ihre Arbeit als Heilpraktikerin mit Landwirtschaft, Pferdehaltung und einer Seniorenwohngemeinschaft. Dadurch entsteht ein besonderer unternehmerischer Weg, der weit über klassische Selbstständigkeit hinausgeht. Die Folge zeigt, wie vielfältig Gründen und Unternehmertum heute aussehen können. Es muss nicht immer das klassische Startup, das digitale Geschäftsmodell oder die große Skalierungsstrategie sein. Manchmal bedeutet Unternehmertum auch, einen bestehenden Familienbetrieb weiterzuentwickeln, neue Ideen einzubringen und daraus etwas Eigenes entstehen zu lassen.
Warum Gesundheit, Rückschläge und Selbstvertrauen so wichtig sind
Ein besonders persönlicher Teil der Podcastfolge ist Annabels Umgang mit gesundheitlichen Herausforderungen. Sie spricht offen darüber, wie sehr Krankheit, Erschöpfung und Rückschläge den Blick auf das eigene Leben verändern können. Dabei wird deutlich: Gesundheit ist für Annabel nicht nur ein berufliches Thema als Heilpraktikerin, sondern auch eine persönliche Erfahrung. Sie hat selbst erlebt, wie wichtig es ist, auf den eigenen Körper zu hören, Grenzen ernst zu nehmen und Prävention nicht erst dann zu betreiben, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Diese Erfahrungen haben ihren Weg geprägt. Sie haben Annabel nicht davon abgehalten, weiterzugehen, aber sie haben ihre Haltung verändert. Demut, Dankbarkeit und Selbstvertrauen spielen heute eine große Rolle in ihrem Leben und in ihrer Arbeit. Gerade deshalb wirkt ihre Geschichte so authentisch. Es geht nicht um einen geradlinigen Erfolgsweg ohne Zweifel. Es geht um echte Entscheidungen, schwierige Phasen, Unterstützung durch Familie und die Fähigkeit, trotzdem weiter an die eigene Vision zu glauben.
Wie „naiver Optimismus“ beim Gründen helfen kann
Ein Begriff zieht sich besonders stark durch die Folge: naiver Optimismus. Für Annabel bedeutet das nicht, unüberlegt zu handeln oder Risiken auszublenden. Es bedeutet vielmehr, Chancen nicht sofort kleinzudenken und darauf zu vertrauen, dass sich Lösungen finden lassen. Diese Haltung prägt ihren Weg in die Selbstständigkeit. Annabel macht deutlich, dass man nicht immer alles bis ins Detail planen kann. Gerade im Familienbetrieb, in der Landwirtschaft, mit Tieren, Menschen und gesundheitlichen Themen läuft selten alles genau nach Plan. Trotzdem braucht es Entscheidungen. Es braucht Mut, Selbstvertrauen und die Bereitschaft, loszugehen, auch wenn nicht alles sicher ist. Einer ihrer stärksten Sätze aus der Folge bringt das sehr gut auf den Punkt:
„Die Angst ist so klein im Gegensatz zu dem, was dahintersteht.“
Darum geht es in der Folge mit Annabel Schnupp
In dieser Folge sprechen wir unter anderem darüber,
- warum Annabel ihren sicheren Industriejob hinter sich gelassen hat
- wie aus dem Wageshof ein eigener unternehmerischer Weg entstanden ist
- weshalb Gesundheit, Rückschläge und Selbstvertrauen ihren Lebensweg geprägt haben
- warum man beim Gründen nicht immer den perfekten Plan braucht
- welche Rolle Familie, Unterstützung und Verantwortung im Familienbetrieb spielen
- und warum „Wage es“ mehr ist als nur ein Motto
Für wen ist die Folge besonders spannend?
Diese Episode ist besonders interessant für alle, die über berufliche Veränderung, Selbstständigkeit oder einen neuen Lebensweg nachdenken. Wer spürt, dass der aktuelle Job zwar sicher ist, aber nicht wirklich erfüllt, findet in Annabels Geschichte viele ehrliche Impulse. Die Folge richtet sich an Gründerinnen und Gründer, Menschen in der beruflichen Neuorientierung, Familienunternehmerinnen und Familienunternehmer sowie alle, die sich fragen, wie man den Schritt aus der Sicherheit in etwas Eigenes wagen kann. Auch für Menschen aus Mainfranken, der Rhön und der Region ist die Folge spannend, weil sie zeigt, wie Unternehmertum im ländlichen Raum aussehen kann: nah an den Menschen, verbunden mit Familie, Natur, Landwirtschaft und einem klaren Wertegefühl.
Warum sich das Reinhören lohnt
Die Folge mit Annabel Schnupp ist eine ehrliche Geschichte über Mut, Veränderung und Selbstständigkeit. Sie zeigt, dass ein neuer Weg nicht perfekt geplant sein muss, um richtig zu sein. Manchmal beginnt Veränderung mit einem Wunsch, einer Gelegenheit und der Entscheidung, sich selbst mehr zuzutrauen. Annabel spricht offen über Sicherheit, Zweifel, Krankheit, Familie, Verantwortung und die Kraft, trotzdem weiterzugehen. Genau dadurch ist diese Folge nicht nur inspirierend für Gründerinnen und Gründer, sondern für alle, die ihr Leben bewusster gestalten möchten.
Jetzt die Startbahn27 Podcast Folge #107 | S4 Mut zum Gründen – Wage es: vom sicheren Job in ein völlig neues Leben anhören und entdecken, wie Annabel Schnupp ihren Weg vom Industriejob zum Wageshof in der Rhön gegangen ist.
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